Workshop B
Nachhaltige Entwicklung in Krisengebieten – aktuelle Herausforderungen und innovative Ansätze von Entwicklungszusammenarbeit im Kontext von Konflikten
Andreas Clausing
Landesdirektor Afghanistan, Kabul
Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ)
Achim Koch
Teamleiter REDEMA "Wirtschaftliche Integration benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener in Maniema", Demokratische Republik Kongo
Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ)
Dr. Katrin Radtke
Referentin für Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe, Fachgruppe Politik und Außenbeziehungen
Deutsche Welthungerhilfe
N.N.
BMZ
Moderation:
Monika Hoegen
Freie Journalistin
Fast zwei Drittel aller Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit waren in den vergangenen vier Jahren unmittelbar von Konflikten betroffen oder mussten die Folgen gewalttätiger Auseinandersetzungen bewältigen. Dies stellt die Entwicklungszusammenarbeit vor besondere Herausforderungen bei der Umsetzung von Strategien zur nachhaltigen Entwicklung. Konflikte und mangelnde Sicherheit hemmen Entwicklung: Ökonomische und ökologische Grundlagen sind oftmals zerstört. Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen und anderen gesellschaftlichen Gruppen erschwert die Partizipation der Bevölkerung. Nach langjährigen Konflikten müssen gewaltfreie Konfliktlösungmechanismen neu etabliert, traumatische Erfahrungen überwunden und ehemalige Kämpfer reintegriert werden.
Konfliktsensible, gewaltmindernde und krisenpräventive Ansätze gewinnen für die Initiierung und Sicherung dauerhafter Entwicklungsprozesse zunehmend an Bedeutung. Dabei müssen Strategien und Strukturen der Zusammenarbeit flexibel an die unterschiedlichen Bedingungen in den von Konflikten betroffenen Partnerländern angepasst werden.
Der Workshop gibt einen Einblick in praktische Erfahrungen bei der Umsetzung von Entwicklungsstrategien in Krisenregionen. Im Zentrum steht die Frage, wie nachhaltige Entwicklung im Kontext von Konflikten erfolgreich initiiert und gesichert werden kann und welche konfliktsensiblen Konzepte und Strategien in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) dabei angewendet werden. Ein Kurzfilm mit Beispielen aus Partnerländern und Podiumsgäste mit Praxiserfahrungen aus Afghanistan und der Demokratischen Republik Kongo geben Einblicke in die aktuelle Entwicklungszusammenarbeit.
Welche konfliktmindernden Ansätze zur Unterstützung ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit bestehen und welchen Beitrag leisten sie zur Verbesserung von Stabilität und Sicherheit?
Was sind die Wechselwirkungen zwischen Entwicklung, Frieden und Sicherheit?
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen zwischen den Ansätzen in verschiedenen weltweiten Konfliktregionen?Welche Rollen haben dabei Geber, Durchführungsorganisationen und ihre Partner?
Wie können kurz- und langfristige Maßnahmen von Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit verzahnt werden?
Welche Rolle spielen traditionelle Gesellschaftsstrukturen in den Partnerländern und welche Potenziale bergen innovative Partnerstrukturen?







