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Bonn Memorandum 2009

Nachhaltigkeit im Alltag

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildungsangebote müssen neben den formalen Lernwegen auch über außerschulisches und informelles Lernen zur Verbreitung eines nachhaltigen Bewusstseins beitragen. Daher bezieht sich die Bonner Erklärung, das Abschlussdokument der UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Frühjahr 2009, auf alle Ebenen der Bildung*. Aus dem thematischen Kontext des Bonn Symposiums stellen wir die folgenden Forderungen der Bonner Erklärung exemplarisch heraus:
 

  • Fragen der nachhaltigen Entwicklung müssen mittels eines integrierten und systemischen Ansatzes als Querschnittsthema in die formale, non-formale und informelle Bildung einbezogen werden. Pädagogische Ansätze, Lehrerausbildung, Lehrpläne, Lernmaterial, Studiengänge und Forschungsförderung sind diesbezüglich weiterzuentwickeln.
  • Die Weiterbildung von Führungskräften aus dem Bildungssektor muss gefördert werden. Außerdem muss der wichtige Beitrag der non-formalen Bildung und des informellen Lernens, der Berufsbildung und des Lernens am Arbeitsplatz anerkannt werden.
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung muss in die Unternehmenspolitik privatwirtschaftlicher Akteure, insbesondere in die betriebliche Aus- und Weiterbildung, aufgenommen werden.

Auf Deutschland bezogen hat die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ Ansätze gefördert, die weiterverfolgt und ausgebaut werden müssen:
 

  • Über 800 Projekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung hat das Nationalkomitee für die UN-Dekade bisher als offizielle Projekte der UN-Dekade ausgezeichnet. Darunter sind Projekte aus allen Ebenen des Bildungssystems zu den Themen Wasser, nachhaltiger Konsum und Energie Schulaustauschprogramme mit Entwicklungsländern sowie Internetplattformen (s. www.bne-portal.de). Die in den Projekten deutlich werdende gute Praxis muss flächendeckend in der Bildung implementiert werden und bei der Weiterentwicklung von Bildungsplänen und Curricula maßgeblich sein.
  • Das bundesweite Programm „Transfer-21“ erreichte von 2004 bis 2008 bis zu 10% aller allgemeinbildenden Schulen für Bildungsaktionen für nachhaltige Entwicklung. Es etablierte dauerhafte Beratungs- und Unterstützungsstrukturen und bildete Multiplikatoren aus. Auf dem Ansatz von Transfer-21 muss aufgebaut und die Reichweite entsprechender Aktivitäten bedeutend vergrößert werden. Ähnliche Programme sollten auch über die schulische Bildung hinausreichen.
  • Der von der deutschen Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erarbeitete „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer BNE“ zeigt auf, wie BNE in Lehrpläne integriert werden kann. Dies entspricht auch den Forderungen der Empfehlung von KMK und Deutscher UNESCO-Kommission zur BNE in der Schule.

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* Die Bonner Erklärung ist ein Zwischenergebnis der von der UNESCO koordinierten UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) 2005 bis 2014, die Eigenverantwortung und Kooperationsbereitschaft ebenso stärken soll wie die individuelle Fähigkeit und Motivation, sich an einer zukunftsfähigen Gestaltung der Gesellschaft zu beteiligen (s. www.bne-portal.de).

DOWNLOAD

Das Bonn Memorandum 2009 können Sie sich hier im pdf-Format herunterladen.

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Das Bonn Symposium bietet eine Plattform für den internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch über die Umsetzung des Prinzips der "Nachhaltigen Entwicklung".
Als Kernveranstaltung für das internationale Bonn will das Bonn Symposium die Außenwirkung der Stadt als Kompetenzzentrum für "Nachhaltige Entwicklung" stärken.