Bonn Memorandum 2009
Nachhaltigkeit im Alltag
Nachhaltiges Verhalten in der Arbeitswelt
Nachhaltigkeit wird für Unternehmen zunehmend zu einem wichtigen Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor. Die verschiedensten Anspruchsgruppen eines Unternehmens wie Finanzmarktakteure, Kunden, NGOs, Politik, Medien etc. stellen vermehrt Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit und damit verbunden insbesondere nach der sozialen Verantwortung von Unternehmen. Dies bedeutet, dass Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit in ihre Unternehmensstrategie integrieren und in der täglichen Praxis erfolgreich managen müssen.
Zunächst müssen Unternehmen den Begriff der Nachhaltigkeit und dessen Bedeutung für das Unternehmen offensiv bekannt machen, um Anreize für ein stärkeres Nachhaltigkeitsengagement im Betrieb zu schaffen. Die Internet-Datenbank „Mitarbeiter-Motivation zu Nachhaltigkeit“ (www.mimona.de) bietet Beispiele, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter einbinden und motivieren können, um diese zu Denken und Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit zu bewegen. Auf dieser Seite hat der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. Hunderte von Maßnahmen zusammengetragen, die Unternehmen bereits umgesetzt haben.
Gerade in einer Zeit hoher und steigender Energie- und Rohstoffpreise muss Energieeinsparung und -effizienz stärker im Vordergrund stehen. Denn hierdurch erzielte Kostenreduktionen verbessern die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und dienen damit letztlich auch der Sicherung von Arbeitsplätzen. Es muss also gelingen, z.B. durch eine gute Aufklärungsarbeit und dem Vorbildcharakter von Führungskräften die Arbeitnehmer stärker für diese Thematik zu interessieren und vom Nutzen auch für den eigenen Arbeitsplatz zu überzeugen. Gute Anreize dafür können u.a. gesetzt werden
- im betrieblichen Vorschlagswesen,
- durch das Ausloben von Wettbewerben,
- mit der Bildung von Arbeitsgruppen, Ausschüssen oder anderen Gremien, die sich mit Vertretern aus verschiedenen Hierarchiestufen und Bereichen zusammensetzen und gemeinsam am Thema Nachhaltigkeit arbeiten,
- durch die personelle und finanzielle Förderung von nachhaltigen Projekten, für die sich Mitarbeiter engagieren.
Die erfolgreiche Umsetzung von mehr Nachhaltigkeit im Betrieb ist ohne die Mitarbeiter und deren Engagement nicht möglich. Aus dem Arbeitsumfeld können zudem Synergieeffekte für mehr Nachhaltigkeit im Privathaushalt des Mitarbeiters und am Arbeitsplatz entstehen. Das Beispiel Energiekosten zeigt, wie ein gutes Bindeglied zwischen Privathaushalt und Arbeitsplatz aussehen kann. Wenn ein Unternehmen einem Mitarbeiter z.B. durch die Zurverfügungstellung von Informationen und/oder Messgeräten ermöglicht, Energie zuhause zu sparen, so wird er dies voraussichtlich auch am Arbeitsplatz eher tun. So haben beide Seiten Vorteile.
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