Konferenz
Die gegenwärtigen globalen Krisen erfordern schnelle Reaktionen zur Abwehr von unmittelbaren Gefahren für die menschliche Sicherheit. Das langfristige Konzept der „Nachhaltigen Entwicklung“ scheint zu den Erfordernissen der Krisenreaktion im Widerspruch zu stehen und droht infolgedessen an politischer Strahlkraft zu verlieren.
Dabei sind der Klimawandel sowie die gegenwärtigen Finanz-, Energie- und Ernährungskrisen nur akuter Ausdruck langfristiger Fehlentwicklungen. Ihre Ursachen liegen tiefer. Ihr Ausbruch hätte, ihre Wiederkehr sollte mit frühzeitigen strukturellen Veränderungen vermieden werden können.
Ohne eine umfassende Reflexion der Strukturen und Verhaltensweisen, die diesen Krisen zugrunde liegen, wird das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung jedoch keine handlungsleitende Wirkung erzeugen. Der Wandel zu Nachhaltigkeit muss daher auch in unsere individuellen Lebensstile und in unsere gemeinschaftlichen Konsumkulturen hineinwirken.
Das Bonn Symposium 2009 reflektiert die strukturellen Ursachen der gegenwärtigen Krisen sowie die Nachhaltigkeit von Verhaltenskulturen und stellt praktische Empfehlungen vor, die Nachhaltigkeit auch in Krisenzeiten gewährleisten können.








